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Animationsfilm zur keltischen Besiedlung auf dem Staffelberg

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»3/2020 Animationsfilm: Das keltische Oppidum Menosgada
»12/2019 Europ. Kulturhauptstadt Rijeka, Kroatien: Archäoskope u. 3D-Rekonstruktionen
»7/2019 Fernrohre in die Vergangenheit für den Limes in Slovenien
»8/2018 3D-Rekonstruktion im Trentino: Frühmittelalterliche Höhensiedlung
»7/2018 Slawischer Burgwall Schwerin: Animationsfilm und VR-Anwendung
»5/2018 Neue Adresse ab 2. Mai
»2/2018 Ricciacum: 3D-Rekonstruktion Vicus Dalheim Luxemburg
»11/2017 Virtuelle Welten: Vortrag auf der Museumstagung Kloster Banz
»11/2017 sechs Lebensbilder für Ausstellung Ulm 41 Minuten
»2/2016 3D-Animationsfilm für das Stadtmuseum Ingolstadt
»11/2015 Exponatec: Besuchen Sie uns auf der größten Museumsfachmesse
»10/2015 altsteinzeitliche 3D-Landschaftsrekonstruktion Petersfels
»6/2015 Stereoskopie: eisenzeitliche 3D-Rekonstruktionen Bruchhauser Steine
»11/2014 Animationsfilm zum Kappeler Fürstengrab für das Archäologische Museum Colombischlössle Freiburg
»11/2013 Badisches Landesmuseum - Magna-Mater-Heiligtum, Ostia
»6/2013 Rheinisches Landesmuseum Bonn - stereoskopische 3D-Rekonstruktionen
»12/2012 Modellbau und Stereoskope für das Römermuseum Passau
»5/2012 Rheinisches Landesmuseum Trier - Animation Römisches Mainz
»4/2012 Stereoskop Bad Ems - die Römer an der Lahn
»3/2012 Jungsteinzeitliches Erdwerk Altheim
»01/12 Projektübersicht 2011
»03/10 Rauminstallation Schloss Bevern
»10/09 Das Königreich der Vandalen
»10/09 Besuchen Sie uns auf der Exponatec
»08/09 AiD-Artikel über moderne Museumspräsentation
»05/09 Bauphasenrekonstruktion frühchristliche Pilgerbasilika
»04/09 Schliemanns Erben - Der Limes: Programmhinweis ZDF
»03/09 Römerlager Hedemünden: 3D-Rekonstruktion und Animationsfilm
»02/09 Artikel im "Bericht der Bayrischen Bodendenkmalpflege"
»12/08 Altsteinzeitliche Landschaft: 3D-Rekonstruktion Alb-Donau-Kreis
»11/08 Archäologische Landesausstellung in Halle eröffnet
»10/08 Mittelalterliche Burg Staufen - Animationsfilm und Stereoskope
»09/08 Unter uns - Archäologie in Basel - Ausstellungseröffnung
»06/08 Erstaufführung - Animationsfilm beleuchtet römischen Vicus Künzing
»06/08 Staufen im Mittelalter: Rekonstruktion von Burg und Stadt
»04/08 Römermuseum Güglingen - Eröffnungsfeier am 26.04.2008
»3/08 Fundsache Luther - Landesausstellung 2008 Halle
»1/08 Neolithische Felsmalereien
»10/07 Keltensiedlung Basel als Augmented Reality Projekt Schweiz
»8/07 Nominierung Designpreis Schweiz
»7/07 Lebensszene im römischen Badehaus
»7/07 3D-Rekonstruktion des Kastellvicus Künzing
»6/07 Kartenanimation Rheinisches Landesmuseum Bonn
»5/07 Visualisierung der Siedlungsgeschichte in Jüchen-Neuholz
»5/07 Vortrag auf der FMX
»4/07 Schätze der Welt - Der Limes Sendetermin auf 3sat am 15. April
»1/07 Das Südwestfernsehen zu Besuch bei der Digitalen Archäologie
»1/07 Stereoskopische Darstellungen für Reiss-Engelhorn Museen
»12/06 Achtung! Neue Büroräume und Anschrift zum Jahreswechsel
»11/06 3D-Visualisierung Keltisches Oppidum Basel als Animationsfilm
»10/06 Römerpfad Gunzenhausen: Rekonstruktion von 10 Limestürmen
»08/06 Osterburken - Rekonstruktion und Animation der Kastellthermen
»07/06 Computeranimation römischer Vicus Güglingen und Zabertal
»05/06 Rekonstruktionen zu aktuellen Grabungen im County Cork, IRL
»04/06 Multinationales Konsortium unter Beteiligung der Digitalen Archäologie
»03/06 Stereoskopische Rekonstruktionen für den Römerpark Vindonissa, CH
»03/06 Edutainmentprojekt für das Thermenmuseum Heerlen, NL
»02/06 Sechs-Meter-Panorama des römischen Forums in Riegel
»02/06 Aufwändiger Imageclip für die Universität Freiburg
»01/06 Die Pyramiden von Meroe und der Amun-Tempel in Naga für eine TV-Produktion zur Archäologie im Sudan
»10/05 Virtuelle Rekonstruktionen auf der Archäologischen Landesausstellung 2005 in Stuttgart
»09/05 Feierlicher Festakt in Aalen mit Computeranimation zum Weltkulturerbe Limes und zum Römerkastell Aalen
»08/05 Basel Stadtarchäologie von der Altsteinzeit bis ins Hochmittelalter
»07/05 SWF-Fernsehen: Virtuelle Rekonstruktionen für die Reihe Schätze des Landes
»06/05 3D-Visualisierung und Materialien zur römischen Gräberstraße im Museum Heidelberg
»05/05 Rekonstruktion des spätantiken Kastells auf dem Breisacher Münsterberg
»Der keltische Fürstensitz vom Glauberg als 3D-Visualisierung
»01/05 Virtuelle Rekonstruktion des keltischen Oppidums auf dem Basler Münsterhügel
»8/04 Die virtuellen Rekonstruktionen des griechischen Tempels von Sangri und des babylonischen Ischtar-Tores
»Ausstellung zum römischen Riegel im Regierungspräsidium Freiburg
»Medienpreis für das Team der Digitalen Archäologie
»Platinum Award 2004 für die Digitale Archäologie
»Großprojekt Limesmuseum Aalen: Das Reiterlager des 2. Jhs.
»Visualisierung der römischen Basilika in Riegel
»Internetseiten des Förderkreises Archäologie in Baden
»Pläne Grabung Thugga (Tunesien)
 

Im Auftrag des Landkreis Lichtenfels sind wir mit der Erstellung eines Animationsfilms zur keltischen Besiedlung des Staffelbergs beauftragt. Neben der wechselhaften Geschichte des Ortes sollen vor allem die neuesten und in ihrer Bedeutung herausragenden Grabungsergebnisse zur monumentalen Toranlage besonders im Fokus stehen. Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit Herrn Dr. Markus Schußman und Dr. Andreas Büttner vom Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege. 


Das keltische Oppidum auf dem Staffelberg

 

Das markante Staffelbergplateau war bereits um 5000 v. Chr. besiedelt; dies belegen Steinbeile und Geräte aus Feuerstein und einige kleine Gefäßscherben. Der Berg wurde in den folgenden Jahrtausenden immer wieder aufgesucht und war besiedelt. Aus der frühen Urnenfelderzeit wurden Waffen und Schmuck aus Bronze gefunden. Ob die Siedlung in diesen frühen Zeiten befestigt war, wie es etwa für die Ehrenbürg und die Heunischenburg zutrifft, ist unklar. In der späten Hallstattzeit, ab ca. 600 v. Chr., setzte nach einer Unterbrechung erneut eine Besiedlung ein, die den Kelten zugerechnet wird. Aus dieser Zeit ist erstmals eine Befestigung nachgewiesen. 

Die Kelten nutzten das markante Gipfelplateau zur Anlage eines befestigten Siedlungsplatzes, eines sogenannten Oppidums. Derartige stadtähnliche Siedlungen lassen sich in Bayern auch bei Manching, Kelheim (Michelsberg) und Weyarn (Fentbachschanze) nachweisen.

Ausgrabungen in jüngerer Zeit haben die Vermutung, dass es sich um die keltische Stadt Menosgada handelte, die in der Geographie des römischen Imperiums und der angrenzenden Gebiete des Griechen Claudius Ptolemäus (85–160 n. Chr.) erwähnt wurde, gestützt, obwohl es für den Namen Menosgada in Verbindung mit dem Staffelberg keinen sprachlichen Beweis gibt. Um zirka 30 v. Chr. wurde das große Oppidum aus noch unbekannter Ursache aufgelassen.

Die keltische Besiedlung des Berges begann bereits während der späten Hallstattzeit. Schon damals wurde das Hochplateau mit einer Steinmauer umgeben, die auch auf einer unteren Geländestufe den Himmelsteich, wohl eine antike Zisterne, umschloss.

Das etwa drei Hektar umfassende Hochplateau des Staffelberges (125×350 Meter) wurde während der Frühlatènezeit (ca. 480–380 v. Chr.) durch eine 5 Meter breite Steinmauer gesichert. Warum die Besiedlung am Ende der frühen La-Tène-Zeit wie überall im nördlichen Franken plötzlich abbrach, ist nicht gesichert, dürfte aber mit der historisch belegten Keltenwanderung in Zusammenhang gestanden haben.

Das felsige Gipfelplateau überragt um etwa 50 Meter als „Akropolis“ die etwa 49 Hektar große Hochfläche des Bergs (700×900 Meter). Dieses Gipfelplateau wurde durch eine Pfostenschlitzmauer befestigt. Von dort aus entstand in der zweiten Hälfte des zweiten Jahrhunderts v. Chr. das spätkeltische Oppidum. Das untere Areal dieses nördlichsten Oppidums Bayerns wurde wieder besiedelt und neu befestigt. Die ausgedehnten Befestigungsanlagen dieses Oppidums waren von zwei Toren unterbrochen. Die zu Wällen zerfallenen Wehrmauern, bei denen es sich zum größten Teil wieder um Pfostenschlitzmauern gehandelt hat, lassen sich auf weite Strecken noch gut im Gelände verfolgen. Der nordöstliche Zugang war durch einen sehr gut erhaltenen Sperrwall vom anschließenden Geländerücken abgetrennt. Der große, gerade verlaufende Abschnittswall, bei dem es sich um die Ruine einer mächtigen Holz-Erde-Mauer handelt, ist etwa 320 Meter lang, rund 16 Meter breit und noch ungefähr 3,6 Meter hoch.

Neben Keramik, Werkzeugen, Fibeln und Münzen konnten auf der „Akropolis“ auch zwei eiserne Münzstempel geborgen werden. (Quelle: Wikipedia)          


Letzte Aktualisierung: 15.5.2020 © by Digitale Archäologie