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Animationsfilm zur keltischen Besiedlung auf dem Staffelberg

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Im Auftrag des Landkreis Lichtenfels sind wir mit der Erstellung eines Animationsfilms zur keltischen Besiedlung des Staffelbergs beauftragt. Neben der wechselhaften Geschichte des Ortes sollen vor allem die neuesten und in ihrer Bedeutung herausragenden Grabungsergebnisse zur monumentalen Toranlage besonders im Fokus stehen. Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit Herrn Dr. Markus Schußman und Dr. Andreas Büttner vom Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege. 


Das keltische Oppidum auf dem Staffelberg

 

Das markante Staffelbergplateau war bereits um 5000 v. Chr. besiedelt; dies belegen Steinbeile und Geräte aus Feuerstein und einige kleine Gefäßscherben. Der Berg wurde in den folgenden Jahrtausenden immer wieder aufgesucht und war besiedelt. Aus der frühen Urnenfelderzeit wurden Waffen und Schmuck aus Bronze gefunden. Ob die Siedlung in diesen frühen Zeiten befestigt war, wie es etwa für die Ehrenbürg und die Heunischenburg zutrifft, ist unklar. In der späten Hallstattzeit, ab ca. 600 v. Chr., setzte nach einer Unterbrechung erneut eine Besiedlung ein, die den Kelten zugerechnet wird. Aus dieser Zeit ist erstmals eine Befestigung nachgewiesen. 

Die Kelten nutzten das markante Gipfelplateau zur Anlage eines befestigten Siedlungsplatzes, eines sogenannten Oppidums. Derartige stadtähnliche Siedlungen lassen sich in Bayern auch bei Manching, Kelheim (Michelsberg) und Weyarn (Fentbachschanze) nachweisen.

Ausgrabungen in jüngerer Zeit haben die Vermutung, dass es sich um die keltische Stadt Menosgada handelte, die in der Geographie des römischen Imperiums und der angrenzenden Gebiete des Griechen Claudius Ptolemäus (85–160 n. Chr.) erwähnt wurde, gestützt, obwohl es für den Namen Menosgada in Verbindung mit dem Staffelberg keinen sprachlichen Beweis gibt. Um zirka 30 v. Chr. wurde das große Oppidum aus noch unbekannter Ursache aufgelassen.

Die keltische Besiedlung des Berges begann bereits während der späten Hallstattzeit. Schon damals wurde das Hochplateau mit einer Steinmauer umgeben, die auch auf einer unteren Geländestufe den Himmelsteich, wohl eine antike Zisterne, umschloss.

Das etwa drei Hektar umfassende Hochplateau des Staffelberges (125×350 Meter) wurde während der Frühlatènezeit (ca. 480–380 v. Chr.) durch eine 5 Meter breite Steinmauer gesichert. Warum die Besiedlung am Ende der frühen La-Tène-Zeit wie überall im nördlichen Franken plötzlich abbrach, ist nicht gesichert, dürfte aber mit der historisch belegten Keltenwanderung in Zusammenhang gestanden haben.

Das felsige Gipfelplateau überragt um etwa 50 Meter als „Akropolis“ die etwa 49 Hektar große Hochfläche des Bergs (700×900 Meter). Dieses Gipfelplateau wurde durch eine Pfostenschlitzmauer befestigt. Von dort aus entstand in der zweiten Hälfte des zweiten Jahrhunderts v. Chr. das spätkeltische Oppidum. Das untere Areal dieses nördlichsten Oppidums Bayerns wurde wieder besiedelt und neu befestigt. Die ausgedehnten Befestigungsanlagen dieses Oppidums waren von zwei Toren unterbrochen. Die zu Wällen zerfallenen Wehrmauern, bei denen es sich zum größten Teil wieder um Pfostenschlitzmauern gehandelt hat, lassen sich auf weite Strecken noch gut im Gelände verfolgen. Der nordöstliche Zugang war durch einen sehr gut erhaltenen Sperrwall vom anschließenden Geländerücken abgetrennt. Der große, gerade verlaufende Abschnittswall, bei dem es sich um die Ruine einer mächtigen Holz-Erde-Mauer handelt, ist etwa 320 Meter lang, rund 16 Meter breit und noch ungefähr 3,6 Meter hoch.

Neben Keramik, Werkzeugen, Fibeln und Münzen konnten auf der „Akropolis“ auch zwei eiserne Münzstempel geborgen werden. (Quelle: Wikipedia)          


Letzte Aktualisierung: 13.12.2021 © by Digitale Archäologie